Akupunktur

 

Akupunktur nach Nogier/ Auriculomedizin/ Ohrakupunktur

• Was bedeutet eigentlich Akupunktur? Ohrakupunktur?
Dieser Begriff setzt sich aus zwei Worten zusammen: lat. Acus = Nadel und lat. Pungere = stechen, und bedeutet: den Punkt stechen. Der französische Arzt P.Nogier wies nach, dass alle Organe des Körpers als Reflexzonen am Ohr repräsentiert sind.

• Anwendungsgebiete
Prinzipiell gilt: "Akupunktur heilt, was gestört ist, Akupunktur heilt nicht, was zerstört ist." (Herget) Die Ohrakupunktur stellt eine wirkungsvolle Methode dar, akute und chronische Erkrankungen ohne Nebenwirkungen zu behandeln. Sie kann bei einer Vielzahl von Störungen alleine oder in Kombination mit anderen Tharapieverfahren angewendet werden. Besonders gut lassen sich beispielsweise akute Schmerzsyndrome wie Rücken- und Kopfschmerzen behandeln; doch ebenso lassen sich eine Vielzahl funktioneller, organischer und psychogener Störungen therapieren. Die Grenzen der Akupunktur liegen dort, wo bleibende Gewebeschäden bereits aufgetreten sind (bösartige Erkrankungen), sie kann aber z.B. schmerzlindernd sein.

• Durchführung
Bei der Akupunktur werden ganz feine und dünne Nadeln an bestimmten Stellen des Ohres gestochen. Die Auswahl dieser Stellen erfolgt durch den Therapeuten nach
- vorherrschender Beschwerdesymptomatik
- Organzugehörigkeit
- Begleiterscheinungen
Grundlage aller Erkenntnisse bildet eine spezielle Pulsdiagnostik. Mit ihr können nicht nur Reflexzonen krankhafter Organe im Ohr lokalisiert, sondern auch Therapiehindernisse, wie z.B. Störfelder nachgewiesen werden. Es werden nur Punkte gestochen, die mittels elektronischem Punktsuchgerät oder Pulstastung "stark pathologisch" nachweisbar sind. Der Pat. liegt hierbei entspannt in Rückenlage; Knierolle und Kissen werden angeboten.

• Mögliche Nebenwirkungen
Akupunktur ist eine wirkungsvolle Therapie, auf die der Körper aber auch überschießend reagieren kann. So kann es beim Einstich der Nadel ein elektrisierendes Gefühl geben; es zeigt lediglich an, dass der Punkt richtig getroffen wurde (aber auch ohne diese Sensation kann der Punkt richtig getroffen sein).
"Verlust" einer oder mehrerer Nadeln vor dem Ziehen (Ursache meist Bewegung des Pat.)
Gelegentlich Kreislaufreaktionen wie Schwindel, Müdigeit.
Möglichkeit einer sogenannten Erstverschlimmerung der Beschwerdesymptomatik, die aber nach kurzer Zeit wieder verschwindet.
Gelegentlich kann während oder nach der Akupunktur ein Bluterguss, eine Blutung (Microaderlass) auftreten, der/die normalerweise sehr klein bleibt.
Selten Infektionen.

• Verhalten nach der Akupunktur
Unmittelbar nach der Akupunktur sollte 3-4 Stunden keine anstrengende Sportart oder Tätigkeit ausgeführt werden, da die Akupunktur entspannend wirkt.